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Xylit – die sanfte Methode zur Kariesprophylaxe
Das Kariesrisiko mit Xylit-Produkten senken



Karies, eine in Industrienationen weit verbreitete Krankheit, zählt zu den so genannten „Wohlstandserkrankungen“, da sie nicht auf Mangelernährung, sondern einen zu hohen Zuckerkonsum zurückzuführen ist.

Selbst wenn wir darauf achten, dass unsere Kinder möglichst wenig Süßigkeiten essen, ist uns oft nicht bewusst, wie viele Lebensmittel und Getränke Zucker enthalten: vom Tomatenketchup über zahlreiche Fertigprodukte und -saucen, bis hin zu Säften, Milchshakes, scheinbar „gesunden“ Pudding- und Joghurtprodukten sowie verschiedene Limonadensorten.

Die sogenannten „zuckerfreien“ Lebensmittel enthalten Zuckeraustauschstoffe und mögen daher kalorienreduziert sein, hemmen aber keineswegs die Bildung von Karies.

Warum Zucker so schädlich für unsere Zähne ist
Der Speichel enthält normalerweise genügend körpereigenes Calciumphosphat, um die Stabilität des Zahnschmelzes durch einen natürlichen Remineralisationsprozess aufrecht zu erhalten. Je höher der ph-Wert des Speichels ist, desto besser funktioniert dieser natürlicheReparaturmechanismus.

Regelmäßiger Zuckerkonsum fördert die bakteriell bedingte Säurebildung im Mundraum. Durch sie wird der Zahnschmelz demineralisiert und Karies verursacht.

Xylit – der etwas andere Zuckerersatz
1975 veröffentlichten Forscherteams der Universität Tuku in Finnland als Ergebnis wissenschaftlicher Studien, dass der natürliche, aus Pflanzen gewonnene Zuckeraustauschstoff Xylit im Gegensatz zu den meisten Kohlehydraten kein Zahnkaries verursacht und darüber hinaus das Wachstum bestimmter Bakterien im Mundraum, die für die Kariesbildung, aber auch solcher Erreger, die zu 40 % für die Entstehung von Mittelohrentzündungen bei Kleinkindern verantwortlich sind, hemmt.

Da Xylit nicht nur den Speichelfluss stimuliert, sondern auch dessen PH-Wert erhöht – also keine schädlichen Säuren produziert – unterstützt es dadurch den natürlichen Remineralisationsprozess der Zähne.

Aufgrund seiner hohen Süßkraft kann dieses weiße, kristalline Pulver die gleiche Menge an herkömmlichem Zucker ersetzen, enthält aber nur 40 % seiner Kalorien. Es beeinflusst den Insulinspiegel nicht und ist deshalb für Diabetiker geeignet.

Ideale Bedingungen für gesunde Zähne bereits im Babyalter
Der Speichel von Babies und Kleinkindern genügend Calciumphosphat, um die ideale Gesunderhaltung der ersten Zähne zu gewährleisten. Durch Speichelaustausch beim Füttern, Ablecken des Löffels oder Schnullers gelangen Bakterien aus dem Mundraum der Mutter oder anderer Familienmitglieder in den des Kindes und können damit die gesunde Mundflora beeinträchtigen.

Finnische Studien ergaben, dass das regelmäßige Bestreichen des Mundraumes mit einer 10-25%igen Xylitlösung – im Idealfall bereits vor dem Durchbrechen der ersten Zähne – die spätere Kariesbildung erheblich reduzierte.

Im Rahmen einer ebenfalls in Finnland durchgeführten Mutter-Kind-Studie erhielten die Mütter von Neugeborenen über einen Zeitraum von 21 Monaten nach der Entbindung 4 täglich insgesamt eine Xylitdosis von 6-7 Gramm.

Die Kariesentwicklung der Kinder, die kein Xylit erhalten hatten, wurde dadurch merklich verlangsamt, da die intrafamiliäre Übertragung vom Streptococcus mutans, dem Bakterium, das für die Kariesbildung verantwortlich ist, von der Mutter auf das Kind vermindert wurde.

Eine in Zentralamerika erfolgte Untersuchung ergab, dass Kinder, die während des Zahnwechsels 2 Jahre lang Xylit zu sich genommen hatten, Jahre später auffallend gesündere bleibende Zähne als ihre Altersgenossen hatten, da der Zahnwechsel unter biologisch idealen Bedingungen stattfinden konnte.

Wann wirkt Xylit effektiv?
Aufgrund der vorliegenden Forschungsergebnisse scheint Xylit am wirksamsten zu sein, wenn es regelmäßig und täglich über einen längeren Zeitraum besonders vor und während des Zahnens sowie vor und während des Zahnwechsels eingenommen wird.

Ideal ist nahezu reines Xylit in Bonbonform, nicht nur weil sich hier neben den vielfältigen Geschmacksrichtungen die angenehm kühlende Wirkung dieser Substanz entfaltet, sondern weil sie in dieser Darreichungsform am längsten im gesamten Mundraum verweilt. Xylit- Mundgel stellt eine erfrischende Abrundung und optimale Ergänzung zur täglichen Zahnpflege dar.

Es bietet sich besonders für kleinere Kinder, für die sich Bonbons noch nicht eignen an. Außerdem empfiehlt es sich, bei zahnenden Kindern hin und wieder mit einem in Mundgel getauchten Wattestäbchen die Oberfläche der durchbrechenden Zähne zu bestreichen. Der angenehm kühlende Effekt und die Süße hindern neben der Optimierung der Bedingungen im Mundraum diese äußerst schmerzhafte Phase im Leben des Kindes.

Gesüßte Fertigtee- oder Milchersatzprodukte tragen erheblich zur Entstehung von Karies im frühen Kindesalter bei. Das lässt sich verhindern, wenn man stattdessen mit Xylitpulver gesüßte Getränke selbst zubereitet. Der positive Nebeneffekt besteht darin, dass durch die gleichzeitig erfolgte Durchspülung des Mundraums mit Xylit die Entstehung von Karies fördernden Bakterien gehemmt wird.

Auch das Kariesrisiko älterer Kinder lässt sich durch Xylitprodukte senken. Viele Schulkinder und Jugendliche sind heutzutage in kieferorthopädischer Behandlung. Besonders fest eingesetzte Zahnspangen erhöhen das Kariesrisiko, da sie eine umfassende Reinigung der Zahnzwischenräume mit der Zahnbürste kaum gestatten.

Durch Xylit in Bonbon- und Gelform kann dennoch eine ausreichende Mundhygiene aufrecht erhalten werden und der Fall, am Ende einer Behandlung zwar gerade, aber sanierungsbedürftige Zähne zu haben, muss nicht immer eintreten.

Zum Abschluss der Aufzählung der erstaunlichen Wirkungsweise und Bandbreite dieses faszinierenden Naturproduktes seien noch die Ergebnisse einer letzten Studie erwähnt:
Die regelmäßige Anwendung von Xylit bei schwangeren Müttern trug nicht nur zu deren Zahngesundheit bei, sondern reduzierte das Kariesrisiko ihrer Babies.

Nochmals sei die anfangs erwähnte prophylaktische Wirkung des Xylit für Mittelohrentzündungen bei Kleinkindern erwähnt. Herbei wären die Bonbons und das Mundgel effektiv, wobei mit der Behandlung bereits in einem Alter begonnen werden sollte, bevor mit Mittelohrentzündungen zu rechnen ist.

Für welche Art von Prophylaxe Xylit auch immer verwendet wird, es sollte stets kontinuierlich über einen längeren Zeitraum 3-5 Mal täglich verabreicht werden, um effektiv zu sein. Dafür ist es eine natürliche, unbedenkliche, sanfte und dazu noch süße Methode, die langsam aber sicher große positive Wirkungen, vor allem bei unseren Kleinen, erzielen kann.

Bei einem Verzehr von mehr als 50 g täglich (was wirklich eine gewaltige Menge ist) kann Xylit eine abführende Wirkung haben. Die empfohlene Dosierung beträgt für Erwachsene 5-10 g Xylit pro Tag, für Kinder bis 8 Jahren 3-5 g.

Die Katharinen-Apotheke in Stockdorf bei München hat sich auf die Entwicklung und eigene Herstellung verschiedener Xylitprodukte spezialisiert und bietet diese in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen in Bonbon- und Blümchenform, als Mundgel für Kinder und Erwachsene sowie als neutrales Pulver an.